Wenn sich der CD Spieler und die Mikrowelle mit den anderen technischen Geräten abends in der Disco treffen, dann hören sie ganz bestimmt Autechre. Ich kenne mich in der Welt der elektronischen Musik nicht so genau aus, aber der Sound des britischen Duos ist schon sehr ungewöhnlich und eigen. Wenn ich deren Musik höre, habe ich immer das Gefühl, der moderne Schnick Schnack um mich herum möchte mit mir kommunizieren. Als hätten sich Handy, mp3 - Player, das Notebook und der USB - Stick mit der Anlage abgesprochen und würden alle gleichzeitig auf mich einschreien. Mal harmonisch und mal in einer großen Kakophonie.
Das neuste Album hört auf den Namen Quaristice und kommt in schönem blau daher. Darauf versammelt sind 20 Tracks mit so klangvollen Namen wie plyPhon, fwzE oder auch 90101-5l-l. Eine klare Struktur ist in den wenigsten Songs zu finden und so fangen sie einfach an und hören mal nach wenigen Sekunden, mal nach einigen Minuten, auch einfach wieder auf.
Unter anderem wird dieser Sound in das Genre der Intelligent Dance Music eingeordnet und wenn dieser Begriff auch etwas snobisch klingt, so ist er doch nicht verkehrt. Diese Klangfetzen sind so weit von stumpfen Technogewummer entfernt, wie Deutschland von einem Sieg beim Eurovision Song Contest. Das führt zu einer faszinierenden und den Hörer einsaugenden Soundkulisse, aber auch zu einem an den Nerven zerrenden Gewusel an Tönen, dass ich es kaum schaffe das Album in einem Stück durchzuhören.
Freunde von schräger und experimenteller Musik sollten sich eine halbe Stunde mit Autechre gönnen und hören, wie sie den harten Tobak vertragen. Vielleicht bleibt ja etwas hängen.
Myspace: Autechre
Der Versuch einen neue digitalen Fotoapperat zu kaufen ist bisher so ergiebig, wie die Suche nach Leben im All. Es gibt viele Sternensystem mit allerlei Planeten und die meisten sind unbewohnt. Das Universum ist so riesig, dass man nicht einmal weiß, wo man hinschauen soll und die interessantesten Orte sind am weitesten weg.
Seit zwei Tagen durchforste ich das Internet nach theoretischen Kandidaten und je mehr ich lese, umso verzweifelter werde ich. Dabei beschleichen mich zwei Dinge. Erstens: Redakteure von Fachmagazinen achten auf andere Merkmale als der normale Nutzer. Zweitens: Normale Nutzer sind entweder doofe Eltern, die sich freuen, mit ihren stylischen Miniblechdosen, ihre kleinen Scheißer irgendwie abzulichten, oder totale Fotofreaks, die den ganzen Tag im Garten herumlaufen, Bilder von Blumen in der Nahaufnahme machen, um dann Farbwiedergabe und Schärfe immer und immer wieder zu kontrollieren.
Hätte ich mich mal nicht mit dem ganzen Kram beschäftigt. Jetzt weiß ich schon zu viel, um einfach in den nächsten Elektromarkt zu marschieren, eine durchschnittliche Kamera zu kaufen und mit einem freudig debilen Grinsen nach Hause zu gehen.
Wörter sind nicht unbedingt schön. Baustoffmarkt, zum Beispiel, ist wirklich nicht schön. Sieht nicht schön aus, klingt nicht schön und macht auch keinen Spaß. Wörter stehen meist nur irgendwo rum und wollen uns etwas sagen. Das muss sich ändern und ich habe ein Werkzeug für euch, mit dem ihr eure Wörter schöner gestalten könnt.
Ihr besucht die Seite wordle.net und kopiert euren hässlichen Text in das Eingabefeld. Jetzt nur noch schnell auf Go geklickt und BUMM, ihr seht eine wunderschöne Wolke mit den meistgenannten Wörtern des Textes. Traumhaft. Gut, es ist jetzt kein lesbarer Text mehr, aber ihr könnt noch die Farben und die grobe Anordnung verändern und euren schnöden Text zu einem kleinen Kunstwerk verbessern.
Hier ein kleines Beispiel mit meiner Kurzgeschichte “Affenkopf”. Jetzt weiß ich sogar welche Wörter am häufigsten vorkommen. Insel also … faszinierend.

Premiere auf wasted time: eine Kurzgeschichte aus meiner Feder. Exklusiv, live, in schwarz auf weiß und nur hier.

Schon lange beteten sie zu dem steinernen Affenkopf. Sie taten es schon eine Ewigkeit. Eigentlich so lange, wie er in die Vergangenheit denken konnte, was trotz seiner jungen Jahre sicherlich einige hundert Mondaufgänge waren.
Für ihn war es ein großer kahler Felsen, der eine leichte Ähnlichkeit mit einem Affengesicht hatte. Einem dieser Affen, die agil durch die Bäume schwangen und immer wieder Essen aus dem Dorf stahlen. Warum sollte man für solche Tiere beten, die einen bestahlen. Sie bestehlen uns, weil wir nicht genug für sie beten, war die Antwort der Ältesten.
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Ich war wieder ein ganz kleiner Junge. Kichernd sitze ich über der Tastatur und drücke immer wieder auf die oberste Pfeiltaste. Mal lang, mal kurz, mal im Rhythmus.
Kehrt eure kindische Seite nach außen und spielt eine Runde Puzzle Farter. Vergesst nicht die Lautsprecher einzuschalten.
Danach lest noch diesen Bericht über den Entwickler des Spiels und beobachtet ihn bei den Tonaufnahmen. Der hatte genauso viel Spaß beim Aufnehmen, wie wir beim Spielen.