
Da ist er nun. Der vorerst letzte Hellboy Band: „Seltsame Orte“.
Was fasziniert mich an den kargen schwarz/weiß Zeichnungen, den wenigen Dialogen und den simplen Storys die eigentlich immer auf ein und das selbe hinauslaufen. Hellboy, der irgendein Monster mithilfe irgendeines mysteriösen Artefakts oder auch einfach nur seiner rechten Steinfaust verprügelt. Vorher muss er natürlich noch ein altes Gemäuer erreichen, in dem sich vor vielen Jahrtausenden ein ganz böses Untier eingenistet hat und nur auf den guten Teufel ohne Hörner wartet, damit es ihm seinen Plan zum Untergang der Welt mitteilen kann, in dem dieser auch immer eine wichtige Rolle spielt.
Eigentlich ist Hellboy übelster Trash.
Aber irgendwie komme ich doch immer wieder auf die Comics zurück. Die Atmosphäre des Gezeichneten fängt mich ein und zeigt eine düstere Welt voller alter Mythen und Sagen, Monster und Dämonen, Galgenhumor und Ironie. Das ist meine Welt, da fühle ich mich wohl.
Mignolas Zeichnungen haben eine morbide Schönheit und sind trotz der harten Linienführung voller Details. Immer wieder gibt es kleine Bilder von Totenköpfen, Fischen, Mauerwerk und Kleinigkeiten, die mit der eigentlichen Szene nichts zu tun haben, den Lesefluss unterbrechen und für eine merkwürdige Stimmung sorgen. Ab und zu sitze ich auch vor den Bildern und muss mir sie sehr lange anschauen, bis ich überhaupt verstanden habe was es dort zu sehen gibt. Das ist vielleicht der Preis, den man bei zweifarbigen Zeichnungen zahlen muss. Bei vielen Objekten in einem Bild wird es leicht unübersichtlich. Stört mich das? Ehrlich gesagt: nein. Für 18€ bekomme ich einen Hardcoverband in bester Verarbeitungsqualität mit 160 Seiten Umfang. Da schaue ich mir die Zeichnungen auch gerne länger an.
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