
Ich bin ja kein grundsätzlicher Verachter von Wackelkameras in Actionszenen. Die ersten beiden Bourne Filme haben sie auch schon eingesetzt und da kam ich ganz gut mit klar. Was aber in der Fortsetzung zu “28 Days Later” an hektischen und blitzschnell geschnittenen Bildern auf den Zuschauern einprasseln ist nicht mehr feierlich.
Hat gerade der Hauptdarsteller einen Infizierten (sie heißen ja nicht Zombies) mit einer Brechstange erschlagen? Warum liegt die Brechstange jetzt auf dem Boden? Wo ist oben? Oh, zwei Überlebende rennen auf ein Boot zu. Einer ist reingefallen, aber welcher? Da hängt ein Infizierter am Boot! Ne, jetzt nicht mehr. Oh, rotes Blut im Wasser. Wahrscheinlich hat der Rotor eines der Monster erwischt. Oder?
Die Handlung der Actionszenen wird nicht mehr komplett gezeigt, sondern einfach durch kurze Bruchstücke ersetzt, aus denen sich dann der Kinobesucher seine eigene Szene im Kopf zusammensetzen darf.
So, die Action ist also doof, vielleicht gibt es ja dann eine interessante Story. Leider auch Fehlanzeige. Der Film ist so vorhersehbar wie ein Zweikampf zwischen dem Terminator und Schnappi dem Krokodil. Zusätzlich strotzt er auch noch vor Logiklöchern, dass es einem die Zehennägel hochrollt. Da bricht der Virus in der eigentlich gesicherten Zone in London wieder aus und was machen die Militärs? Sie pferchen alle Menschen in eine Tiefgarage, machen das Licht aus und bewachen die Ausgänge nicht. Guter Plan, großes Kino. Wie es zum erneuten Ausbruch des Virus kommt will ich gar nicht erst erwähnen. Zum Kopfschütteln.
Genauso, wie eine Szene, in der ein schlecht computeranimierter Hubschrauber einen Haufen Infizierte mit den Rotorblättern niedermäht. Das war so schlecht, dass im Kinosaal großes Gelächter ausbrach.
Gute Schockmomente gab es auch nicht und die gruseligste Szene gab es so ähnlich auch schon im Vorgänger: in einem dunklen Tunnel herumtabsende Menschen. In der Szene kam auch die Wackelkamera wieder unschön zum Einsatz. So unschön, dass ich erstmal nicht gemerkt habe, dass gerade eine der Hauptfiguren gestorben war.
Hoffentlich wird der wahrscheinlich unvermeidliche nächste Teil “28 Months Later” wieder mehr wie Teil 1. Grimmiger, einen Tick logischer und mit weniger Militär. Den Dödels kann man echt nicht zuschauen.
also Spot war ganz ok, gestern…
Könntest du dich wenigstens mit einer interessanten Alternative über meine Abendgestaltung lustig machen.
Du hast wahrscheinlich eine sehr gekürzte Fassung des Films gesehen
.
Your opinion is no good, boy. No good -
I like that movie. Unfortunately you not. That’s just no good.