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A Scanner Darkly

Scanner Darkly 2

Deutsche Filmverleihe sind nicht unbedingt meine guten Freunde. Ja, natürlich bringen sie mir viele gute und fast alle Hollywoodfilme nach Good-Old-Germany, aber sie tun auch einiges, was meinen Unmut erregt. Das beginnt mit relativen Kleinigkeiten, wie merkwürdigen Übersetzungen von Filmtiteln, oder sehr fragwürdigen Taglines, die einen Film unsympathischer erscheinen lassen, als er wahrscheinlich ist und endet mit großen Ärgernissen, wie der fehlenden Courage, einen nicht sonderlich massenkompatiblen Film in den deutschen Lichtspielhäusern zu zeigen.

Hier schließt sich der Kreis zu “A Scanner Darkly - Der dunkle Schirm”. Auf der einen Seite, weil er den deutschen Titel der Buchvorlage und den des Originals in sich vereint, was ich sehr schön finde und auf der anderen Seite, weil er trotz großer Namen, wie Keanu Reeves, Robert Downey Jr., Woody Harrelson und Winona Ryder, nicht im deutschen Kino lief, was ich sehr schade finde. Auf visueller Ebene ist der Film nämlich ein gelungenes Experiment, dass ich mir doch gerne auf der großen Leinwand angeschaut hätte. Zuerst wurde der Film auf traditionelle Weise gedreht und danach Bild für Bild, in 18 monatiger Handarbeit, von digitalen Künstlern übermalt. Dieser abgefahrene lebende Comiclook macht eine großen Teil der sogartigen Faszination des Gezeigten aus. Zusammen mit den skurrilen, mal bedeutungslosen, mal bedeutungsschwangeren Dialogen schleppt sich der Film eher behäbig dahin und sorgt für keine leichte Unterhaltung. Es geht um Überwachung, um Drogen, um falsche Freundschaften, um Paranoia und um die Lebenswünsche des Einzelnen.

Fred: What does a scanner see? Into the head? Into the heart? Does it see into me? Clearly? Or darkly?


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