
Film-Noir mal wieder. Also so ähnlich. Mit coolen Detektiven, undurchsichtigen Frauen, tumben Schlägern, mysteriösen Drahtziehern und natürlich einem verwinkelten Plot. Man könnte denken, man ist in einem Hard-Boiled Roman gelandet, wenn da nicht der Schauplatz und die Charaktere wären: College und Jugendliche. Geschichte und Dialoge dagegen sind stilecht und fast übertrieben nah dran an den Originalen von Hammett und Chandler. So wirken die Dialoge und Handlungen der Personen ab und zu etwas absurd, aber wenn man sich damit abfinden kann knochentrockene Sprüche aus dem Mund eines Teenagers zu hören, dann bekommt man eine mit vielen coolen Ideen gedrehte und musikalisch perfekt untermalte Krimistory geboten.
Ich habe schon lange keinen Film mehr gesehen, der mit so vielen interessanten Kameraeinstellungen und Schnitten gearbeitet hat. Ganz klar mit wenig Geld produziert, schafft er es aber durch gute Ideen, selbst einfachen Schlägereien eine krasse Dynamik zu verleihen. Selten wurde auch so direkt in die tiefstehende Sonne gefilmt. Eigentlich verpönt, sorgt es hier für eindringliche Bilder.
Die relativ unbekannten Schauspieler machen ihre Arbeit als Imitate großer Verbrecher und Schnüffler alle Ehre und bleiben dem Gesamtkonzept in jeder noch so abstrusen Szene treu.
Regisseur und Drehbuchautor Rian Johnson hat sich mit “Brick” in meinen Fokus gearbeitet und sein nächstes großes Projekt “The Brothers Bloom” mit Rachel Weisz und Adrian Brody ist auf meiner “zu beobachten” Liste gelandet.
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