Burn After Reading

von Daniel

Was genau Burn After Reading für ein Film ist, kann ich nicht so recht bestimmen. Er ist ein purer Coen Brüder Film, aber es fehlen die großen im Gedächtnis hängen bleibenden Szenen. Es gibt sehr viel zu schmunzeln, weil sich große Stars wie Brad Pitt und George Clooney total zum Affen machen, die richtig großen Lacher sind aber nicht dabei. Eine Komödie haben wir also nicht vor uns und für einen Thriller oder Spionagefilm ist die Geschichte zu augenzwinkernd erzählt. Einigen wir uns also auf irgendetwas dazwischen, genießen die schrägen Dialoge und beobachten die Jagd nach einigen vollkommen unwichtigen Daten.

Für mich hat sich der Kinobesuch allein durch Brad Pitts Überdrehtheit als debiler Fitnesstrainer gelohnt. Er spielt so, als wäre ein 15-jähriger in seinem Körper gefangen. Überhaupt sind die Schauspieler großartig und machen den Film erst sehenswert, denn inhaltlich oder gar filmisch gibt es nichts weltbewegendes zu sehen.

Burn After Reading ist ein Film, über den ich fast nichts schreiben kann, weil er zwar ganz nett ist, aber beinah harmlos rüberkommt. Er fühlt sich an, wie eine Fingerübung der Coens, nachdem sie sich mit No Country For Old Men, so ausgepowert haben.

Burn After Reading
2008
Ethan Coen & Joel Coen
Mike Zoss Productions