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Death Proof

Death Proof

Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass die, um den Grindhouse-Effekt beschnittene und um 30 Minuten erweiterte, europäische Filmversion von “Death Proof”, durch die geldgierigen Weinstein Brüder, todsicher (haha) gegen die Wand gefahren wurde.
Komischerweise hat man die zusätzlichen Minuten nicht als unangenehme Längen empfunden, was ganz einfach an der, wie immer, unglaublich relaxten und groovenden Inszenierung Tarantinos liegt.
Ist mir egal, ob in den ersten 45 Minuten des Films nichts weiter passiert, als das sich eine Gruppe hübscher Frauen unterhalten, trinken und tanzen.
Wenn mit solch bombastischer Musik und solch gekonnten Bildkompositionen gearbeitet wird, dann gucke ich mir alles an: egal ob Füße, Hintern, einen schmatzenden Kurt Russel oder Regentropfen.
Mit welcher Konsequenz die lang und breit eingeführten Charaktere dann das Zeitliche segnen, nur um danach von neuen Hauptcharaktere ersetzt zu werden ist fast wahnsinnig und reist den Film quasi in zwei Teile auseinander. Es ist so, als würde man sich “Death Proof 1″ und “Death Proof 2 - Die Rückkehr” gleichzeitig anschauen.
Die zweite Actionszene konnte mich leider, wegen extremer Sinnlosigkeit nicht mehr so begeistern, aber das abrupte Ende hat wieder für entsetzte Lacher im Kino gesorgt. Da verfolgt der Böse, die drei Guten Mädchen in ihrem Auto, während eine auf der Motorhaube rumklettert und anstatt einfach anzuhalten, damit sie einsteigen und so aus der unmittelbaren Gefahrenzone entfliehen kann, fahren sie einfach schneller weiter. Gute Idee.
Das Ende will ich jetzt nicht auch noch spoilern, aber so viele verstörte und belustigte Ausrufe habe ich vom Kinopublikum schon lange nicht mehr gehört. Durch den Schock gelähmt sind sogar fast alle Leute den ganzen Abspann über sitzen geblieben. Könnte aber auch an der Musik gelegen haben. Großartige Musik.


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