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Ein todsicherer Job - Christopher Moore

Ein todsicherer Job

Die Thematik des Todes, als vermenschlichten Charakter in einer schwarzen Komödie, ist seit Terry Pratchett und seinen Scheibenweltromanen mit dem mürrischen Tod keine wirkliche Neuerung mehr. Also hat sich Christopher Moore, der in Amerika schon Kultstatus erreicht hat, bei uns (mir) aber recht unbekannt ist, etwas anderes einfallen lassen. Hauptcharakter Charlie Asher ist nicht der Tod selbst, sondern nur sein Bote, der die Seelen der Gestorbenen einsammelt und an ihren nächsten Körper weitergibt. Leider bekommt er den neuen Job zusammen mit der Geburt seiner Tochter und dem Tod seiner Frau serviert.
Über Umwege gelangt das “Große Bunte Buch des Todes”, in dem alle wichtigen Informationen in Sachen Todesbote verzeichnet sind, zu Charlie und er an seine neue Tätigkeit. Das alles wird auch dementsprechend skurril und schwarzhumorig beschrieben, aber wirkte auf mich doch immer wieder stark aufgesetzt. Keine Person im Buch ist auch nur ansatzweise normal, jeder hat irgendeine übertriebene Eigenschaft auf den Leib geschrieben bekommen und wird ohne Unterlass für jeden Gag missbraucht. Gruftie Jugendliche, russische Haushälterinnen, bisexuelle Schwestern, mysteriöse Polizisten, notgeile Erotikchatter, alle haben teilweise einen an der Klatsche und wiegeln sich noch Gegenseitig auf. Die eigentliche Handlung um den Todesboten und den echten Tod ist leider sehr stark voraussagbar und konnte mich nicht gerade fesseln.
Moore schreibt klasse Dialoge, die ich gerne mal von guten Schauspielern auf der Leinwand hören würde, aber die Story ist einfach zu fade und den letzten überraschenden Dreh kann man schon nach fünfzig Seiten riechen.


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