
Capcoms “Lost Planet” ist ein widerlicher Zwitter.
Auf der einen Seite haben wir ein grandioses Setting. Ein Schneeplanet voller wirklich cooler Insektenaliens und Menschen in Mechs, die diese Krabbeltiere zu Brei schießen. Mehr braucht es für ein Actionspektakel eigentlich nicht. Ordentliche Grafik vielleicht noch und die bietet das Spiel ebenfalls. Dazu haben sich die Leveldesigner auch noch ein paar sehr schöne Orte zusammengebastelt. Es kommt einfach sehr erhaben, wenn man in seinem tonnenschweren Mech einen Berghang entlang stapft, sich dabei die glühende Sonne durch die Wolken kämpft und alles in zartes Rot färbt, während um einen Dutzende von kleinen fliegenden Aliens schwirren.
Doch irgendwann beginnt die Action und damit auch die Probleme. Zu erst einmal gibt es den mehr oder weniger lustigen Effekt, dass die Spielfigur bei starken Treffern ins Wanken gerät oder auch gerne gleich komplett auf dem Hosenboden landet. Wenn ein fünf Stockwerke hohes Monster auf einen einschlägt, macht das auch irgendwie Sinn. Jedoch ist man dadurch auch für die nächsten Sekunden vollkommen ungeschützt, kann sich nicht bewegen und wird gerne direkt nach dem Aufstehen wieder niedergestreckt, was sich dann zu einer Todesspirale entwickeln kann, aus der man als Spieler nicht mehr entkommt. Hätten die Entwickler einfach die Pausen zwischen den Angriffen etwas erhöht, wäre der Frustfaktor deutlich niedriger. Da ich von diesem unangenehmen Phänomen schon vorher gelesen hatte, bin ich gleich im niedrigsten Schwierigkeitsgrad ins Spiel gestartet. So lief auch alles recht glatt, bis ich in der dritten oder vierten Mission auf einen Mech - Endgegner traf, der super schnell auf den Beinen war, unendlich starke Waffen hatte und Zielwasser für fünf im Tank mit sich rumschleppte. Für mich war der letzte Punkt besonders unangenehm, weil ich vor lauter Explosionen, Staubwolken und spritzendem Schnee kaum meinen Gegner ausmachen konnte, dieser aber todsicher seine Raketen und Laser durch den dicken Rauch schickte. Nachdem ich vor Wut meinen halben Xbox Controller verspeist hatte, ging der feindliche Mech in Flammen auf. Bis dahin war ich ca. 50 Mal einen virtuellen Tod gestorben.

“Wo ist der Gegner ?!?!”
Eine Story gab es auch noch irgendwo, aber die war so “Vater - Sohn, Auserwählte, geheime Experimente und fiese Geheimgruppen” - Mäßig, dass ich die käsigen Zwischensequenzen nach der Hälfte der Missionen nicht mehr ertragen konnte und ausnahmslos wegdrückte. Warum ich also am Ende in einem fliegenden Mech gegen einen anderen fliegenden Mech kämpfe, kann ich euch auch nicht genau sagen. War aber etwas komisch, weil man so etwas im gesamten Spiel noch nie gemacht hatte.
Naja.
Mir hat die Demo (PC) schon nicht zugesagt.
Du häätest dat Game auf dem PC gamen sollen.
Ich hatte NIE Probleme mit diesem Zu-Langsam-Wieder-Aufstehn-Phänomen.
Einerseits ist die XBOX von der Steuerung und Bedienung her aber VOLL anders als ein PC.
Hast Du auf ner XBOX ne Maus? Sorry, das weiss ich nicht, weil ich nie ein XBOX hatte oder haben werde.
Denn: Sich in ner 3D-Umgebung zu bewegen OHNE Maus ist wie, wenn ein guter Musiker auf extrem schlechten und in schlechtem ZUstand sich befindlichen Instrmenten spielt.
Da kann man NOCH SO SEHR versuchen, die Gitarre, den Bass, die Geige etc. zu stimmen. Die stimmen dann für ein paar Minuten, die schlechten Instrumente.
Eine Maus ist IDEAL, um sich nicht verwirren zu lassen von extrem vielen Ablenkungen, um die Übersicht und das Reaktionsvermögen, die Koordination beizubehalten.
Eben: Du sagtest es ja schon: “Deinen CONTROLLER hättest Du fast aufgegessen wie Klass Klever seinen Hut. Verständlich.
Aber überleg mal: Meiner extrem unbescheidnen Ansicht nach wurdest DU zamm mit Vielen, and der Nase rumgeführt.
Die XBOX, auch, wenn man dort nur Controller hat, die NUR zum Autorennfahren gut sind, auch der Gamecube und ALL diese Konsolen zielen nur auf VERDUMMUNG des Spielers ab.
Der PC KLAR NICHT.
Jedes PC-Game erfordert Denk- und Geschickvermögen, und die Vielseitigkeit des PC und seiner Peripherie erlaubt JEDE beliebige Steuerung.
Bis z.B. W II - Controller fürn PC rauskomm, is nur ne Zeitfrage.
Ey. wohlgesacht, ne: Für gewisse Games kann ja die XBOX super sein. Wenn dat Spiel EXTRA für die gemacht wurde.
Bei LP ist dem SICHER nicht so. LP wurde für PC programmiert und dann für die Konsolen portiert.
Ich hab immer vor Augen: Die Daddler, die da Shooter-Games mit ihrem Kontroller gamen. Das ALlerunterste in den Sozialschichten.
Der PC dagegen ist nach wie vor mit einem Ruf der Erhabenheit, des Hacker- und Intelligenztums umgeben.
Zock doch LP aufm PC.
Und tschö ne.
Kleine Beifügung:
Habe grad LP neu angefangen, Reloaded.
Grässlich, genau wie in der ersten Version muss man, wenn stirbt, mega weit zurück noch mal von vorn beginnen.
Kämpfte mich durch ca. 8 Riesenakrid durch, und fiel dann nen Hang runter, weil meine Funk-Tastatur nen kurzen Ewigen hatte.
Durfte danach wieder ganz von vorn beginnen, worauf ich das Spiel liegen liess.
Genau wie bei Halo 1 und 2: Total ungerecht und unregelmässig verteilte automat. Speicherpunkte.
In Halo 1 und 2 gibts oft sogar drei oder vier Speicherpunkte innert nur weniger SEKUNDEN, und anderswo, wo’s viel schwerer ist, muss man halt einfach überleben - d.h. feige sein statt tapfer und mutig. Schad halt.