Musik

Manowar - Magic Circle Festival

So. Urlaub ist vorbei. Ist er eigentlich schon seit einer Woche. Manchmal brauch der gemeine Blogger aber auch eine zusätzliche Woche ruhe … und ein Manowar-Konzert, um wieder auf klare Gedanken zu kommen.
Nicht, dass ich ein großer Manowar-Fan wäre, aber für läppische 10€ schaut man sich die lauteste Band der Welt an, ohne groß darüber nachzudenken.
Also ging es auf nach Bad Arolsen, einer barocken Residenzstadt, keine 40km entfernt von Kassel. Auf dem dortigen ungenutzten Kasernengelände fand das zweitägige Festival statt, wobei jeder Abend von einem Manowar-Auftritt beendet wurde.
Verschiedene Dinge habe ich bei meinem Besuch gelernt:

  • Um auf einem Festivalparkplatz parken zu wollen braucht man am besten ein mit Kettenantrieb versehenes Fahrzeug, mindestens aber einen Jeep mit Allrad
  • Alkohol ist Freund und Feind des Metalheads. Es hilft ihm, die lange Wartezeit zu seiner Lieblingsband zu überbrücken, wenn sie dann aber wirklich spielt liegt er schon betrunken in der Ecke.
  • Eine Cocktailbar auf einem Heavy Metal Festival ist nicht die klügste Idee
  • Metalbands haben keinen Sinn für Dramaturgie

Den letzten Punkt werde ich nun auch genauer ausführen. Nachdem wir uns schon 7 Stunden auf dem Gelände rumgedrückt und einige nette (Holyhell) und weniger nette (Stormwarrior) Bands gehört hatten starteten um 21:45, leicht verspätet, Manowar. Sie legten auch gleich ordentlich los. Lauter als alle zuvor und mit großer Lichtshow. Die Fans waren glücklich, ich war glücklich, aber wir waren nicht nur zum glücklich sein da. Das Konzert wurde mit etlichen Kameras für eine DVD-Produktion aufgenommen und damit es auch ordentlich was zu sehen gab, wurde ein Intermezzo eingelegt, bei dem Motorräder und Gitarren verschenkt, Festivalhelfer gehuldigt, Brüste blank gezogen und die Worte “motherfucker”, “bitch”, “heiß und geil” in jedem Satz benutzt wurden. Das dicke Ende kam aber noch in Form ihres neuen Konzeptalbums. Mit Mini-Theaterspiel, Filmchen auf der Leinwand und dicker Pyroshow erzählten uns Manowar die Geschichte von Odin und seinen kämpfenden Söhnen. Leider war das, abgesehen vom Feuerwerk am Ende, eine sehr dröge Darbietung mit schleppender Musik, die einen um halb 1 eher einnicken lässt, als uns aufgeheizt in die Nacht zu entlassen.
Aber egal. Es war lustig und ich kann von meiner “Liste von Dingen, die ich erledigt haben will, bevor ich sterbe” streichen: “ein Konzert der lautesten Band der Welt besuchen”.


Schreibe einen Kommentar

Abonniere diese Kommentare als Feed.

*Benötigte Eingaben