
Mir ist eben eingefallen, dass ich auch noch ein Blog habe, welches ab und zu mit Inhalt gefüllt werden möchte.
Eigentlich wusste ich es die ganze Zeit, aber mir fehlte der Elan längere Beiträge über meinen Medienkonsum zu verfassen. Für “Super Mario Galaxy” mache ich nächste Woche eine Ausnahme. Heute jedoch nur ein kurzer Abriss der Vergangenheit:
Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford - Ich kann nicht genau beschreiben, warum mir der Film so gut gefallen hat. Er ist so lang, wie der Titel verwinkelt ist, genauso behäbig erzählt und gefilmt und sogar die Musik ist von einer drögen Staubigkeit geprägt, damit sie den grauen Bildern in ihrer tristen Schönheit in Nichts nachsteht. Ich habe mich darauf eingelassen und konnte extrem gut in die Geschichte und das ganze Szenario eintauchen. Muss und wird aber nicht jedem so gehen.
American Gangster - Sehr guter Film. Klassische Gangstergeschichte, stilecht Inszeniert. Die 2 1/2 Stunden vergingen wie im Flug.
Persepolis - Preise müssen nicht unbedingt für die Qualität eines Films sprechen. Der Preis der Jury der Filmfestpiele in Cannes hat jedoch einiges an Gewicht. Optisch konnte der, in schwarz - weiß gehaltene, Zeichentrickfilm diese Ehrung auch bestätigen, inhaltlich fand ich ihn nicht ganz so berauschend. Die politische Ebene wurde etwas zu sehr vereinfacht und war ohne größeres Vorwissen nicht so einfach zu durchschauen. Dank der Geschichte habe ich aber das Wort “Integrität” nachgeschlagen. Kein schlechtes Wort.
Straw Dogs - Erschreckend unschockierend. Die Aussage, dass jeder Mensch zu brutalem gewalttätigem Handeln in der Lage ist, wenn man ihn nur lange genug in die Enge drängt, ist heute nicht mehr neu. 1971 war sie das sicherlich, aber heute wirkt die Geschichte, durch ihre teilweise überdrehten Darsteller und unglaubwürdigen Charakterhandlungen nervig und unecht.
The Straight Story - Ein Film von David Lynch, der nichts übersinnliches, nichts gruseliges, nichts schauriges hinter seiner glänzenden Fassade versteckt. So etwas kannte ich bis dato noch nicht und wurde sehr positiv überrascht. Ein alter Mann fährt mit seinem Rasenmäher mehrere Wochen durchs Land, um seinen kranken Bruder ein letztes Mal zu besuchen. Wunderschöne Bilder, tolle Musik, anrührende Geschichte.
Flags of our Fathers / Letters from Iwo Jima - Ebenso wie ich mich an Ego - Shootern im Zweiten Weltkrieg satt gespielt habe, kann ich auch keine Filme in diesem Setting mehr sehen. Diesmal nicht Europa sondern Asien, aber Wackelkamera ist Wackelkamera, MG Nester sind MG Nester und spritzender Dreck ist spritzender Dreck. “Flags” ist zu lang und zu zerstückelt in seiner Erzählweise und “Letters” nicht schockierend genug, weil die Japaner, mit einigen Ausnahmen, keine Sympathieträger darstellen. Wenn man sich, für das Vaterland, selbst mit einer Handgranate in die Luft sprengt kann man vom Publikum nur Kopfschütteln erwarten. Aber gerade dieses Verwaschene in der Charakterisierung beider Armeen zeigt die Sinnlosigkeit des Krieges und das Fehlen von Gut und Böse. Macht keinen Spaß sowas zu sehen, bringt aber Denkanstöße.
Guitar Hero III - Großartig wie immer. Die neuen Gitarren sind besser und die vereinfachte Darstellung von Hammer - Ons und Pull - Offs lässt auch mich diese Technik besser durchschauen. Das einige der besten Songs aber nur im CoOp - Modus freigespielt werden können ist eine Frechheit. Finde es dumm, als Solospieler, Cheats eingeben zu müssen, um alle Songs spielen zu können.
Ansonsten übe ich mich gerade in Askese. Es steht eine jungfräuliche “Xbox 360″ mit ebenfalls unangetasteten 5 bestimmt total super tollen Spielen (PGR 3, Forza 2, Kameo, Viva Pinata, HALO 3 omg!!!!) neben meinem Sofa, aber ich werde vor dem 24. Dezember nicht Hand an sie legen. Vorfreude ist eh die schönste Freude.
Wie es der Zufall so will, steht hier auch seit kurzem eine Xbox 360. Aber ich hab sie schon entjungfert.
Dann wirst du ein lautes Heilig Abend haben. Die Xbox 360 ist zwar ein feines Spielzeug, aber auch ein verdammt lautes.
Und zu American Gangster: Hat mir auch sehr gut gefallen. Der Denzel ist einfach ein klasse Schauspieler.