Dinge, die ich noch gerne erleben möchte
- Das Ende eine langen, sehr langen Wanderung
- Abschaffung/Veränderung der GEZ Gebühren
- Zu sehen, wie jemand ein von mir erdachtes Produkt im Laden kauft
- Einen Ball in den eigenen Basketballkorb im Garten zu werfen
- Etwas sehr großes, sehr bunt zu machen
Kleine technische Errungenschaften, über die ich mir keine Gedanken mache, die aber großartig sind
- Funkübertragung (Funkwecker, Handy, W-Lan, GPS …)
- Waschmaschine
- Glühbirne
- Drucker
- Drehverschluss
Gebiete, über die jeder mehr wissen sollte, aber kaum einer Ahnung hat
- Flora
- Videospiele
- Wahlsystem
- Die Länder hinter der eigenen Grenze
- Moral
Wörter, die ich weniger hören möchte
- einzigster
- Killerspiele
- Wachstumstendenz
- Abwasch
- Montag
Wörter, die ich mehr hören möchte
- Danke
- Bitte
- Ehrlich
- Reduktion
- Vorurteilsfrei
Wie fange ich diesen Artikel an? Beginne ich so, wie es meine Freundin vermutete, verweigere mich jeder Verbindung mit einem Liebesroman, winde mich um jedes Interesse herum und tue so, als hätte ich es nur gelesen, weil sie mich dazu gezwungen hat? Kann ich so meine Männlichkeit beweisen? Nicht wirklich. Ich habe den Roman schließlich bis zum Ende gelesen, also kann ich jetzt auch erzählen wie es wirklich war. Macht euch auf scheußliche Wahrheiten gefasst.
Vom leicht kitschigen Cover abgeschreckt blätterte ich die ersten Seiten durch, las den ersten Absatz, dann den Prolog und war damit schon mitten in der Geschichte. Clare wartet auf ihren Mann Henry, der immerzu ohne sie und vollkommen unkontrolliert durch die Zeit reist. Schon die ersten Zeilen sind von Sehnsucht, Angst und Freude bestimmt. Diese drei Aspekte ziehen sich durch den gesamten Roman, von ihnen hängt alles ab.
Wenn Henry verschwindet bleibt Clare allein zurück, unwissend wohin er gereist ist und wann er wiederkommt. Die Frau des Zeitreisenden ist eine tragische Figur, die von ihrer Sehnsucht lebt.
Henry landet immer nackt in der anderen Zeit und er kann überall landen. Häufig wacht er bei Clare im Garten auf, als diese noch ein kleines Mädchen ist. Hier lernen sie sich kennen und hier nimmt die Verworrenheit von Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit ihren Lauf. Manchmal hat er aber auch nicht soviel Glück und muss sich alleine durchschlagen, einbrechen, Kleidung stehlen, am Leben bleiben. Hier kommt die Angst ins Spiel. Wenn Henry zurückkehrt kann er gerade verprügelt worden sein, vielleicht hat er lange nichts gegessen, hatte nichts zum anziehen, musste sich verstecken. Angst ist ihr ständiger Begleiter.
Jeder Besuch in der Vergangenheit ist aber auch ein freudiges Ereignis. Henrys Alter variiert bei seinen Treffen mit Clare in den unterschiedlichsten Zeitzonen. Er berichtet ihr aus der Zukunft und der Vergangenheit. Von Dingen, die für sie noch kommen, die er schon erlebt hat, von denen er weiß, dass sie es gemeinsam erleben werden.
Autorin Niffenegger verknüpft all diese Zeitebenen gekonnt und spannt zwischen ihnen großartige Spannungsbögen. Der Leser liest die Geschichte aus den wechselnden Perspektiven der beiden Hauptpersonen und reist mit ihnen durch die Zeit. Wirkt dies auf den ersten 50 Seiten noch verwirrend, so ergeben sich nach und nach immer mehr Verbindungen und die Handlung nimmt enorm an Fahrt und Dynamik auf. Die Dramatik sinkt zur Mitte wieder ab, als beide heiraten wirkt die Geschichte schon fast beendet, um dann noch einmal groß aufzutrumpfen. Mit Gefühlen, Trauer, feinsinnigen Beobachtungen, einem teils sehr trockenen Humor und dem Mut ihre Szenerien bis zum bitteren Ende durchzuziehen, fesselt sie den Leser und schnürt ihn emotional ein.
Über Sinn und Unsinn von Zeitreisen darf immer gestritten werden und auch hier wird nicht genau geklärt warum Henry seine Zeitsprünge absolviert. Ich habe es als Stilmittel gesehen, welches die Liebesgeschichte mit seinen tragischen und dramatischen Elementen versieht, die bestens funktionieren.
Der Humor und die liebenswerten Personen haben mich bei der Stange gehalten und für ein rührendes Lesevergnügen gesorgt. Die Frau des Zeitreisenden ist ein gutes Buch für melancholische Typen.
Ende des Jahres läuft die große Verfilmung des deutschen Regisseurs Robert Schwentke mit Eric Bana und Rachel McAdams in den Kinos. Ich bin gespannt, ob sie es geschafft haben, die Magie des 600 Seiten Romans in einen Film zu quetschen.
Wer bei den Guinness Weltrekorden wie dem weitesten Sprung mit einem Skateboard, den meisten Wäscheklammern in einem Gesicht oder der längsten Zeit auf einem Bein stehen, immer denkt, dass ihm das zu gefährlich ist, der hat jetzt Glück.
Weltrekorde aufstellen wird in der heutigen Zeit immer einfacher und deswegen müsst ihr am 17. Juni nur einen einzigen kleinen Klick mit eurer Maus vollbringen und schon ist der Rekord, sowie Rum und Ehre, ganz allein euer.

Nebenbei erhaltet ihr noch einen der berauschensten Web - Browser aller Zeiten und einen Keks. Worauf wartet ihr noch? Klickt auf den Link, beendet all eure anderen Tätigkeiten und starrt die Seite bis zum Dienstag voller Vorfreude an. Drückt ab und zu F5 und seid schließlich unter den Ersten, die auf den Download - Button drücken und spürt das euphorische Gefühl des Sieges.
Verpacke gerade meine schönen Sennheiser Kopfhörer, um sie zur Reparatur zu schicken. Als Ersatz habe ich die original ipod Dinger rausgekramt.
Unterschied wie Tag und Nacht. Jetzt habe ich die Wahl zwischen keiner Musik und Musik direkt aus der Blechdose. Nicht schön …
So könnte es immer sein. Keine Woche nach der Ankündigung war das zweite Album der Raconteurs schon im Handel. In dieser Woche wurde kurz und heftig mit dem ersten Video und Song Werbung gemacht und danach konnte der Kunde direkt zugreifen. Bei unserer Informationgesellschaft, die einem schon Monate bis Jahre vor Erscheinen eines Produktes mit allerlei Details versorgt, dass man am Ende beinah keine Lust mehr hat sich einen Film anzusehen, ein Videospiel zu kaufen oder ein Musikalbum zu erwerben, tut dies wirklich sehr sehr gut.
Consolers Of The Lonely ist ein ebenso spielfreudiges Machwerk, wie der Vorgänger, bietet aber nicht so viele Songs, die direkt beim ersten Mal hören in der Ohrmuschel hängen bleiben. Fröhlich wird zwischen Genres und Tempo gewechselt, mal rumpeln die Gitarren im Vordergrund, mal erklingen nur liebliche Klaviertöne. Der Einfluss von Jack White ist in einigen Liedern kaum zu überhören. So klingen die Raconteurs hin und wieder wie die White Stripes mit mehr Instrumenten.
Any pour souls who trespass against us
Whether it be beast or man
Will suffer the bite or be stung dead on sight
By those who inhabit this land
Verspielte, intelligente Rockmusik, die einige Durchläufe braucht, um richtig zu zünden.
Anspieltipps:
- Salute Your Solution
- The Switch And The Spur
- Top Yoursel
Homepage mit Video zu Salute Your Solution: theraconteurs.com
Irgendwer musste dem Kind ja einen Namen geben. Wenn ihr, wie ich, den neusten Indiana Jones Film schon gesehen habt, dann werdet ihr mit dem Begriff “nuke the fridge” wahrscheinlich etwas anfangen können.
Mein Bruder und ich saßen im dunklen Kinosaal und vor uns auf der Leinwand kletterte Indy gerade in einen Kühlschrank. Warum macht jemand so etwas? Da kann er sich gut vor der folgenden Atomexplosion verstecken! Genau. Als es dann wirklich passiert und der Kühlschrank mehrere hundert Meter durch die Luft fliegt, schauen wir uns beide vollkommen ungläubig an. Ist das gerade wirklich passiert? Hat er gerade eine Atomexplosion in einem Kühlschrank überlebt?
Damit war der Film quasi gelaufen, denn dieses Bild wollte meinen Kopf einfach nicht mehr verlassen. Genau dafür gibt es jetzt eine tolle Redensart: nuke the fridge.
Aus dem Urban Dictionary: A colloquialism used to delineate the precise moment at which a cinematic franchise has crossed over from remote plausibility to self parodying absurdity, usually indicating a low point in the series from which it is unlikely to recover.
“Star Wars didn’t really nuke the fridge until Jar Jar Binks was introduced.”
“Peter Parker dancing around the bar in Spider-Man 3? Kinda nukes the fridge!”
Via: slashfilm.com
Am 1. Juni gab es in der HNA eine ganze Seite über Grand Theft Auto 4 zu bestaunen. Einer der Artikel lässt sich hier nachlesen, die anderen beschäftigten sich mit unterschiedlichen Aspekten des Spiels und insgesamt war es ein ganz ansehnlicher Bericht. Das konnte aber natürlich nicht so stehen bleiben und deswegen hat sich ein Herr aus Breuna hingesetzt und einen Leserbrief geschrieben.
Ich zitiere:
Wer sich solchen Gewaltschrott ausdenkt, ist krank im Hirn. Wer so etwas genehmigt, ist krank im Hirn. Wer so etwas produziert, ist krank im Hirn. Wer so etwas verkauft, ist krank im Hirn. Wer so etwas kauft und sich ansieht, ist krank im Hirn.
Als ich das eben gelesen habe, musste ich aufpassen nicht meinen Kaffee über den gesamten Tisch zu spucken.
In der Zeitung ist sein geistiger Erguss nur gekürzt zu lesen, da fehlen leider die schönen Bibelzitate, welche aber auf dem HNA Blog in gänze vorhanden sind.
Vielleicht schreibe ich nachher mal ein Kommentar in dem Blog, vielleicht ist es aber auch vergebliche Mühe und ich sollte weiter mein krankes Hirn mit GTA beglücken. Mal schauen.