Filme

Schmetterling und Taucherglocke

Jean-Dominique Baubys war als Chefredakteur der Modezeitschrift Elle ganz oben angekommen. Er hatte Geld, führte ein hippes Leben und war natürlich geschieden. Dann erleidet Baubys einen Hirnschlag und wird von Kopf bis Fuß gelähmt. Nur sein linkes Auge kann er noch selbstständig bewegen.

Der Film eröffnet mit dem Erwachen im Krankenhaus und der erschütternden Erkenntnis nicht mehr Herr der Lage zu sein. Aus der Ich - Perspektive blinzelt der Zuschauer durch verschwommene und wackelige Bilder, sieht die Krankenschwestern, den Arzt und schaudert, als dem Patienten das rechte Auge zugenäht wird. Der Bildschirm wird schwarz und nun ist man ein Gefangener im eigenen Körper.

Schmetterling und Taucherglocke ist ein anrührender Film, ohne groß kitschig oder melodramatisch zu sein. Baubys selbst nimmt seine Situation mit einigem Galgenhumor und beginnt, allein mit dem Zwinkern seines linken Auges ein Buch zu diktieren.

Mit Rückblenden wird die Vergangenheit, sein nun beendetes Leben, aufgearbeitet und der zähe Krankenhausaufenthalt unterbrochen. Trotz diesen geschickten Montagen läuft der Film zum Schluss etwas zu zäh vor sich hin. Die Ich - Ansicht wird im Verlauf immer häufiger durch klassische Filmaufnahmen aufgewertet und zeigt den Erkrankten und seine Helfer, Familienmitglieder und Freunde bei ihrem tapferen Kampf gegen die Taucherglocke.

All das basiert auf einer wahren Geschichte und man merkt das es sich um das echte Leben handelt, was hier portraitiert wird, gefühlvoll und ohne Holzhammer.


Schreibe ein Kommentar

Abonniere diese Kommentare als Feed.

*Benötigte Eingaben