Auf meinem Schreibtisch liegen noch ein paar Bücher rum, die ich in letzter Zeit gelesen habe, bei denen ich aber nie so richtig wusste, was ich über sie erzählen soll.
“Sloughterhouse Five” von Kurt Vonnegut lies mich überraschend kalt. Ein amerikanischer Soldat erlebt die Zerstörung Dresdens, durch die eigenen Bomber, als Kriegsgefangener mit, überlebt, kehrt nach Hause zurück, wird von Ausserirdischen entführt, die ihm erklären, dass die Zeit nicht vergeht, sondern das ganze Leben nur aus Momenten besteht, woraufhin unser tollpatschiger Held Billy Pilgrim immer wieder eine Art Zeitreise durchläuft und bestimmte Momente des Krieges und der Zeit danach erneut erlebt.
Wahrscheinlich bin ich einfach das falsche Publikum für einen solchen Antikriegsroman und komme als Leser 38 Jahre zu spät. Um es mal ganz platt auszudrücken: Krieg ist doof und das wusste ich auch schon vor der Lektüre dieses Machwerks. In diesem Sinne bietet die Geschichte auch wenig neues, was die Gräueltaten des Krieges angeht. Der Abschnitt über den titelgebenden Schlachthof 5 in Dresden ist äußerst kurz ausgefallen und schockiert weniger, als die Vorgeschichte im Gefangenentransport.
Durchzogen von kühlem, manchmal schwarzem Humor, liest sich die nur 200 Seiten lange Geschichte, auch im englischen Original, sehr locker.
Wer nicht genug vom zweiten Weltkrieg bekommen kann, darf ruhig mal in den Roman reinlesen, aber ich werde mich von der Thematik erstmal fern halten. Mein Sättigungsgrad ist erreicht.
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