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Super Mario Galaxy

Super Mario Galaxy

Jetzt mal ehrlich: was soll ich euch noch über “Super Mario Galaxy” erzählen? Ihr habt die Screenshots gesehen, ein paar Trailer angeschaut, hier und da eine Preview gelesen und schließlich eine Lawine von überschwänglichen Tests über euch ergehen lassen. Dabei wäre das alles nicht einmal nötig gewesen. Ihr hättet auch einfach in den nächsten Laden gehen, die Spielepackung in die Hand nehmen und das Ding einfach kaufen können. Nintendo entwickelt ein klassisches Mario Jump’n'Run in 3D auf ihrer neusten Heimkonsole. Was hätte da bitte schiefgehen können?!

In der Theorie alles, in der Praxis so gut wie nichts.

61 Sterne von angeblichen 120 habe ich bisher eingesammelt, die Hauptstory beendet, sowie den letzten Endgegner besiegt. Alles habe ich also noch nicht gesehen. Was ich aber bisher gesehen habe, war großartig und hat sich ebenso großartig gespielt.

Das Setting ist der größte Glücksgriff, den die Entwickler machen konnten, denn damit haben sie die Möglichkeit erhalten, zu tun was sie wollen. Jeder Planet sieht anders aus und spielt sich anders. Langeweile kann kaum aufkommen, weil alles immer neu ist. Gleichzeitig ist aber auch alles sehr vertraut und natürlich. Es ist kaum zu beschreiben, wie die Japaner es geschafft haben, solch wirre, große Level mit so viel Spielelementen vollzustopfen und den Spieler dabei nicht zu erschlagen. Die Gravitation auf einem Planeten kann sich noch so oft verändern, oben plötzlich unten sein und die Platformen vor euren Augen noch so oft verschwinden und wieder auftauchen. Niemals wird man die Orientierung verlieren, niemals wird man lange nach dem Weg suchen, niemals verzweifeln oder die nächste verrückte Sprungpassage in Frage stellen.

Gespielt wird nur mit zwei Knöpfen, dem Analog - Stick und dem Bewegungssensor der Wii - Mote. Mehr wird nicht gebraucht, um die wildesten Manöver auszuführen und durch das gesamte Spiel zu hüpfen. Bei der Fülle an Bewegungsabläufen kaum zu glauben.

Die kürze der Level lässt einen an der Mattscheibe kleben. Die letzten zehn Minuten waren bahnbrechende Unterhaltung, wer weiß was ich in den nächsten zehn Minuten erleben werde. Genauso geht es einem alle zehn Minuten. Kaum ist der neuste Stern eingesackt, geht es auch schon weiter zum nächsten und übernächsten und überübernächsten und …

Vor zwei Monaten habe ich in meinem Beitrag zu “Super Paper Mario” folgendes geschrieben:

Naja. Die 20 Stunden machen Spaß, aber Mario wird langsam alt. Da kann man sich in noch so viele Dimensionen drehen.

Wir sehen uns in einem Monat im Weltraum wieder. Mal schauen, was du dann drauf hast.

Heute kann ich sagen, dass Mario noch einmal zu großen Taten zurückgekehrt ist. Nach dieser Leistung wird er sich wieder zurückziehen und von Nintendo weiter ausgeschlachtet werden. Erst muss er sich mit seinen Freunden prügeln und dann auch noch Kart fahren, zwischendurch noch ein paar Minispiele absolvieren und gegen Sonic ein Wettrennen laufen.

Dabei möchte der alternde Klempner doch nur eines: er möchte springen.


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