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The Darjeeling Limited

The Darjeeling Limited

Quirky. Kein anderes Wort beschreibt einen Wes Anderson Film wohl besser als das englische “quirky“. Sehr eigen ist die gesamte Inszenierung. Würde mir jemand auch nur eine kurze Szene aus einem Anderson Film zeigen, ich könnte sie wohl alleine an den Stilmitteln dem amerikanischen Regisseur zuschreiben. Audiovisuell durch die perfekt komponierten Szenen, statische Kameraschwenks und Zeitlupeneffekte mit wunderbar alter Rockmusik. Dazu gibt es die Titeleinblendungen in bekanntem Gelb. Danach kämen die Dialoge und damit sind wir auch direkt im Filmgeschehen von “The Darjeeling Limited”.

Drei Brüder begeben sich auf eine Indienreise, nachdem sie sich, nach dem Tod des Vaters, ein Jahr lang nicht gesehen haben. Alle drei sind Snobs und wollen mithilfe der spirituellen Kraft des Landes wieder zueinander finden. Als Transportmittel dient der namens gebende Zug.

Aber nochmal zurück zu quirky. Die drei Brüder haben alle einen an der Waffel, wie eigentlich fast alle Charaktere im Film. Jason Schwartzman läuft nur Barfuß durch die Gegend, Adrien Brody trägt die alte Brille seines Vaters, obwohl er durch sie kaum etwas sehen kann und Owen Wilson läuft fast den gesamten Film mit einem riesigen Kopfverband durch die Gegend und ist der Anstifter der verrückten Reise.

Die Dialoge wanken zwischen belanglos und bedeutungsschwanger. Humoristisch stehen sie immer einen Schritt neben dem großen Schenkelklopfer. Es wird nicht viel brüllend gelacht, aber als Zuschauer hat man den ganzen Film über ein verschrobenes Schmunzeln im Gesicht. Vorausgesetzt dieser trifft bei einem den richtigen Nerv. Ansonsten kann man sich auf lange quälende 90 Minuten einstellen.

Wer es nicht ertragen kann, Menschen in Zeitlupe rennen zu sehen, der muss den Kinobesuch vermeiden. Wer aber Natalie Portmans Hintern groß auf der Leinwand sehen möchte, der sollte mal im Darjeeling Limited vorbeischauen. Oder einfach den Kurzfilm “Hotel Chevalier” im Internet suchen.


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