
“The Dark Knight” ist ein unglaublicher Brocken von Film.
Über 2 Stunden lang dreht sich die Geschichte immer tiefer in ein düsteres Gespinst aus Tod, Entscheidung, Schuld und Qual. Für einen Superheldenfilm im Blockbusterformat ist die konsequente Verweigerung eines einzigen Lichtblicks atemberaubend. Ich habe mich so eingeschnürt gefühlt, als würde ich einen dreckigen Independentfilm aus Süd Korea sehen, der sich keinen Deut um seine Einspielergebnisse Gedanken machen muss. Dabei schlägt der Film so viele Haken und der Plot scheint kein Ende finden zu wollen, dass es beinah zu viel ist.
Jede Szene quillt über.
Wenn Heath Ledger als Joker sich das erste Mal zu erkennen gibt scheint die Zeit stillzustehen. Sie beobachtet diesen geschminkten Freak genauso wie wir. Sie will sich keine Sekunde seines Auftritts entgehen lassen, saugt jedes Kichern auf, jedes Schmatzen, jeden irren Blick. Erst wenn er wieder gegangen ist wagt man es frei zu atmen, weil die Anspannung so hoch war, weil die Frage, was er als nächstes tun könnte, die ganze Zeit im Kopf herumgeistert. Dann läuft auch die Zeit wieder normal, wagt es normal zu laufen, da sie keine Angst mehr haben muss ihr Gesicht zerschnitten zu bekommen.
Der Vorgänger “Batman Begins” war für mich ein ganz netter Film, aber ich fand ihn belanglos, gefühllos, unwichtig. “The Dark Knight” dagegen packt einen in den ersten 30 Sekunden und lässt nicht mehr los. Im Gegenteil, es wird nur noch fester zugedrückt. Schnell wird klar, dass in diesem Film niemand sicher ist. Jede Figur kann sterben und einige Tun es auch. Das vom Joker entfachte Chaos nimmt keine Rücksicht.
Schauspieler, durch die Bank gut und unterkühlt, Musik, präzise und aufreibend, Action, realistisch und handgemacht, Kamera, unaufgeregt und stilsicher, alles ist darauf ausgelegt den Zuschauer im Kinosessel zu erdrücken und genau das tut es auch. Womit wir bei meinem einzigen großen Kritikpunkt wären: es ist alles fast zu viel. Als Zuschauer habe ich mich ausgelaugt gefühlt. Nicht nur wegen der Laufzeit sondern wegen der psychologischen Schwere des Erzählten. Das hier ist kein leichtes Hollywoodkino und kein bunter Superheldenfilm, dass ist bitterer Ernst bis in die letzte Einstellung.
Dieser Film ist endgültig und nach ihm wird sich jede Batman Verfilmung lächerlich machen.
Damals dachte ich der Burton Batman sei an Düsterness kaum zu überbieten aber der Dark Night packt eindeutig noch ein paar Schippen Kohle drauf und verwandelt ein “Comic” in eine dunkle Parabel über Schuld und Sühne. Großartiger Film!
Jepp. Genau so. Punkt. Tolle Kritik.
Als ich den Streifen letzten Samstag gesehen habe, wusste ich hinterher nichts mehr mit der Realität anzufangen. Das hört sich jetzt krass an aber so war es! Der Film packt schon in den ersten Sekunden, die E-Gitarre ertönt, und dann vergisst du zu atmen… man wird gepackt und festgehalten, sowas habe ich noch nie erlebt! Die unendlichen tiefen Abgründe Batmans und des Jokers lassen einem das Blut in den Adern gefrieren. Ich bin froh, dass Batman ein “normaler” Superheld (Held??) ist, mit menschlichen Gefühlen, wenn auch sehr beherrscht. Aber eigentlich so böse wie der Joker selbst… er wird beherrscht von Wut, Zorn und Rache… sehr mutig verfilmt!!
The Dark Knight…
Ich weiß überhaupt nicht wo ich anfangen soll. Ich bin immer noch voll und ganz in Gotham City. 152 Minuten Vollgas. 152 Minuten die volle Batman Power. Dabei gibt es gar nicht mal so viel zu erzählen.
Der Film begeistert, obwohl die Story eigentli…
Absolut klasse Film und Heath Ledger spielt den Joker unglaublich glaubwürdig. Ich hoffe er bekommt auch nach seinem Tod den Oscar. Geärgert hat mich die Bildqualität im Kino, also HD, das ist was anderes