Ein sonniger Tag, rumliegen und ein Buch lesen: was gibt es besseres und welches Buch eignet sich dafür besser als Walter Moers Wilde Reise durch die Nacht? Wenige, sage ich jetzt einfach mal in meinem jugendlichen Leichtsinn.
Basierend auf Zeichnungen des Franzosen Gustave Doré konstruiert Moers eine abenteuerliche Geschichte, gesponnen aus dem gleichen Garn, wie schon seine Romane aus Zamonien. Held Gustave spielt mit dem Tod um seine Seele und muss sechs aberwitzige Aufgaben erledigen. Mit gekonntem Wortwitz und einer angenehmen Leichtigkeit führt der Autor durch das knapp 200 Seiten dünne Büchlein. Ganzseitige Illustrationen lassen die Geschehnisse lebendig werden.
Wilde Reise durch die Nacht wirkt wie eine kleine Fingerübung, hat aber genügend eigenständige Ideen und unterhält jeden, der sich für das Phantastische auch nur leicht interessiert.
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